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"Ein
Schwergewicht als Überflieger?" -
DVD-A11 erntet viel Lob auf
WWW.CINE4HOME.DE
"Verarbeitung
Auch der DVD-A11 präsentiert sich im
"altgewohnt" schlichten Denon
Design. Nur die großen Abmessungen
(434x139x434 mm) und das enorme Gewicht
von 12,8 kg lassen auf die "inneren
Werte" schließen. Die Verarbeitung
wirkt dank des Vollmetallgehäuses mit
stabiler Aluminiumfront, wahlweise in
Schwarz oder Gold lieferbar, sehr
hochwertig....
Laufwerk, Layerwechsel, Fehlerkorrektur
Das Laufwerk ist komplett verkapselt und
zeigt ein sehr ruhiges Laufverhalten. Im
Betrieb arbeitet es sehr zuverlässig und
liest auch beanspruchte DVDs ohne
Aussetzer ab. Nur bei größeren Kratzen
gerät es ins Stocken. Die Fehlerkorrektur
arbeitet insgesamt ordentlich, ....
Unter Markengeräten immer noch
konkurrenzlos hingegen ist der
Layerwechsel. Der Laser fokussierte bei
unseren Tests stets flüssig, ohne
irgendeine Verzögerung, von der einen
optischen Schicht auf die andere. Hier
sollte sich so manch anderer Hersteller
ein Beispiel nehmen.
De-Interlacing / Progressive
Darstellung
Beim De-Interlacing hat sich einiges
getan. Denon hat im neuen Gerät den
Silicon Image Chip durch einen Faroudja
FLI2310 ersetzt. Diese De-Interlacing
Elektronik hat sich bereits in anderen
guten Progressive Playern bewährt. Auch
bei Videomaterial verspricht sie dank
"DCDi" eine bessere Detailauflösung
vor allem an schrägen Kanten.
Im User-Menu werden fünf(!) verschiedene
Progressive Modi zur Auswahl
bereitgestellt.
- Auto1: Der Auto1 Modus ist ein auf
Kinomaterial (24 Bilder/Sek.) optimierter
Filmmodus. Er ist sowohl für
amerikanische NTSC DVDs (mit 3:2 Pulldown)
als auch deutsche PAL DVDs geeignet.
- Auto2: Dieser Modus ist laut Anleitung
auf Bildmaterial mit 30 Bilder/Sek.
eingestellt. Die Anleitung bezieht sich
hier auf amerikanische Bildstandards.
"Interpretiert" bedeutet dies,
dass dieser Modus auf den sogenannten 2:2
Pulldown optimiert ist, bei dem aus zwei
aufeinanderfolgenden Halbbildern jeweils
ein progressives Vollbild gewonnen wird.
Auch deutsche Film - PAL-DVDs arbeiten mit
2:2 Pulldown, allerdings mit 25
Bildern/Sek. Daher kann dieser Modus
gerade für hiesige Film-DVDs als der
Optimale angesehen werden.
- Video1: Video1 ist einer von drei auf
Videomaterial optimierte De-Interlacing
Algorithmen. Er ist der sogenannte "Universal"-Modus,
der auf "normales" Videomaterial
abgestimmt ist.
- Video2: Hier ist die Progressive
Darstellung auf Videomaterial mit wenig
Bewegungen im Bild ausgelegt. Technisch
heißt das, dass das De-Interlacing den
Schwerpunkt auf "Weaving", das
Zusammensetzen von zwei
aufeinanderfolgenden Halbbildern, legt.
Dadurch wird eine höhere Detailauflösung
in unbewegten Bildpartien gewährleistet.
- Video3: Dieser Modus ist wiederum auf
Videomaterial mit schnellen Bewegungen
optimiert. Hier wird der Schwerpunkt auf
Interpolation gelegt, d.h. die fehlenden
Bildzeilen werden vom DVD-Player
berechnet. Bei sehr schnellen Bewegungen
gewährleistet diese Modus eine
artefaktfreie Darstellung ohne
Kammeffekte.
Dem Anwender wird hier insgesamt viel
"Einfluss" auf das
De-Interlacing eingeräumt. Die
verschiedenen Funktionen mögen auf den
ersten Blick verwirren doch im Test zeigt
sich, dass die Anwendung relativ einfach
ist. Die Faroudja Elektronik und die oben
aufgeführten Funktionen sind für
Analog-Video (YUV) und DVI gleichermaßen
aktiv. Daher sind die Ergebnisse gleich:
Analog / Digital
Filmmaterial
Die Darstellung von Filmmaterial wird
durch den internen De-Interlacer
vorbildlich ausgeführt. Die Bild-Analyse
erfolgt weitgehend unabhängig von den berühmten
"DVD-Flags", so dass auch bei
schlecht gemasterten DVDs eine akkurate
Rekonstruktion der Kinobilder gewährleistet
ist. Dem DVD-A11 gelingt es praktisch bei
jeder Film-DVD, den richtigen De-Interlace
"Rhythmus" zu finden. Nur in
vereinzelten Szenen (z.B. in
"Gladiator" oder "Training
Day") fällt die Progressive
Darstellung für wenige Sekunden in den
Videomodus, bei dem eine Schärfereduktion
zu beobachten ist: Ein Problem, mit dem
derzeit noch alle Selbst-Analyse
De-Interlacer zu kämpfen haben.
Die Modus-Wahl ist bei der Filmwiedergabe
zu vernachlässigen. Bei unseren Tests
ergaben sowohl "Auto1" als auch
"Auto2" nahezu identische
Ergebnisse. Dies ist ein deutlicher
Vorteil gegenüber den anderen
Denon-Modellen: Bei einem DVD-2900 / 2200
muss der Anwender noch den für die
jeweilige Film-DVD optimalen Modus selber
finden (Modus1 oder Modus2). Bei dem
DVD-A11 reicht z.B. die "Auto1"
Funktion aus, um für nahezu alle DVDs
eine sehr gute Progressive Darstellung zu
gewährleisten. Ein Komfort-Gewinn, der im
Alltagsbetrieb nicht zu unterschätzen
ist.
Videomaterial
Auch Videomaterial wird qualitativ nicht
vernachlässigt. Es ist häufig bei Musik
DVDs, Dokumentationen oder auch Making
Offs zu finden.
Der Faroudja De-Interlacer bietet ein
intelligentes "Motion-Adaptive"
De-Interlacing, das Bildbewegungen selbständig
analysiert und die beste De-Interlacing
Variante wählt. Zusätzlich erkennt die
"DCDi" Schaltung einfache
geometrische Elemente wie schräge Kanten
und ergänzt die Bilddetails entsprechend.
Dieser Aufwand gewährleistet bei der
progressiven Darstellung von Videomaterial
eine sehr gute Bildschärfe und
Detaildarstellung. Ungewollte Kammeffekte
oder unnötige Unschärfen in statischen
Bildteilen sind kaum zu beobachten.
Die verschiedenen "Video" Modi
sind hierbei lediglich für ein
"Feintuning" notwendig. Sogar
die "Auto1" bzw.
"Auto2" Modi führen schon zu
beschriebenen sehr guten Ergebnissen auch
in Videomaterial. Nur bei wirklich
schnellen Bewegungen sind vereinzelt
Ausfransungen zu erkennen, die erst durch
die Wahl des "Video3" Modus
komplett behoben werden können.
Insgesamt arbeitet die De-Interlacing
Elektronik des DVD-A11 zuverlässig mit
sehr guten Ergebnissen. Sowohl bei Film-
als auch bei Videomaterial ist fast
durchweg eine maximale Bildqualität mit
exzellenter Detaildarstellung und ohne störendes
Zeilenflimmern gewährleistet. Nur das
stellenweise Herausfallen aus dem
Film-Modus bietet noch Raum für zukünftige
Verbesserungen.
Besonders lobenswert in der Bedienung ist
die Tatsache dass der "Auto1"
bzw. "Auto2" Modus als
Universaleinstellung benutzt werden kann,
der nahezu bei jeder Art von Bildmaterial,
egal ob Film oder Video, eine sehr gute
Progressive-Darstellung bewirkt. Der
Anwender muss sich also keine
"Gedanken" mehr über die Wahl
des richtigen Modus machen, wie es bei
vielen anderen DVD-Playern noch der Fall
ist. Lediglich Video-Puristen mit
besonders hohen Ansprüchen werden durch
die zusätzlich gebotenen Video-Funktionen
das De-Interlacing
"perfektionieren".
Chroma-Upsampling / Farbauflösung
Da die Farbinformationen einer DVD nur ein
Viertel der Bildauflösung beträgt, muss
der Video-Decoder die fehlenden
"Daten" eigenständig
interpolieren. Je besser er dies macht,
desto besser ist auch die Detailwiedergabe
von farbigen Bildelementen.
Ein bekanntes "kleines" Problem
von bisherigen Denon DVD Playern waren
Ungenauigkeiten in der vertikalen
Farbinterpolation von PAL-DVDs. Auch unter
dem Namen "Chroma Upsampling
Error" bekannt, führten sie zu
leichten Kontur-Ausfransungen an kleinen
Bilddetails. Eine gute Nachricht ist, dass dieses
Problem mit dem DVD-A11 endgültig behoben
zu sein scheint. Sowohl in NTSC als
auch in PAL erscheinen kleine farbige
Konturen frei von störenden
"Artefakten". Gerade Besitzer
von Großbildprojektoren werden diesen
Fortschritt zu schätzen wissen.
Auch die übrigen Aspekte der
Farbinterpolation liefern gute Ergebnisse:
Interpolation / Skalierung auf HDTV
-Digital-
Was für analoge Signale verboten ist, ist
dank des digitalen HDCP
Kopierschutzverfahrens über DVI erlaubt:
Die digitale Bildkonvertierung auf HDTV
Auflösungen (1280 x 720p bzw. 1920 x
1080i). Dies kann bereits der xxxxxxx
DVD-HDxxx, allerdings nur in 60Hz für
NTSC Material.
Denon hat den Gedanken weitergeführt und
in den DVD-A11 auch eine HDTV Wandlung in
50Hz integriert, damit ist diese durchaus
sinnvolle Option auch für europäische
DVDs nutzbar. Ausgewählt wird die gewünschte
Auflösung direkt am Gerät per
Drehregler: Hier stehen 480p(576p), 720p
und 1080i zur Auswahl.
Zwar steht in der Anleitung geschrieben,
dass 720p bzw. 1080i nur bei NTSC-DVDs
ausgegeben wird, doch haben unserer Tests
ergeben, dass auch PAL-DVDs keinerlei
Probleme erzeugen, die Ausgabe erfolgt als
entsprechendes "HDTV50" Signal.
Die DVD als Medium bietet an sich nicht
genug Auflösungsreserven, um HDTV in
aller Konsequenz auszunutzen, doch kann
die Bildqualität durch die Umrechnung auf
höhere Auflösung durchaus gesteigert
werden. Nähere Informationen finden Sie
in unserem Know How Special: Auflösungs-
und Skalierungsanforderungen an
Projektoren und Plasma TVs.
Voraussetzung für ein gutes Bild ist natürlich
eine qualitativ hochwertige Interpolation.
Die A11-interne Elektronik arbeitet auch
hier überdurchschnittlich gut. In
Verbindung mit einem HDTV Projektor oder
PlasmaTV mit einer nativen Auflösung von
1280x720 Pixeln kann die Bildqualität, je
nach Gerät, noch einmal deutlich
gesteigert werden. Der Grund: Viele
Projektoren / Plasmas haben eine nicht so
hochwertige Skalierungselektronik wie der
Denon A-11. Sogar bei einem High-End
Projektor wie dem Sharp 10000 fiel uns
beim Test auf, dass kleine horizontale
Details noch feiner und ruhiger wirkten,
wenn die 720p Ausgabe aktiviert war.
Mangels Signalunterstützung sind derzeit
aber leider noch nicht viele Projektoren
in der Lage, die HDTV50 Signale des
DVD-A11 über DVI zu nutzen. Viele
Projektoren haben Defizite in der
Signalverarbeitung und fangen an zu
"ruckeln", ein Beispiel hierfür
ist der Toshiba MT-500. Keine Probleme gab
es bei unseren Tests mit einem Marantz
VP-12 S2 oder einem NEC HT-1000. Sie
zeigen DVI 720p / 50Hz bzw. 1080i / 50Hz
absolut flüssig ohne Tearing oder
Ruckeln.
Fazit Bild
Der Denon DVD-A11 überzeugt in allen
unseren Bild-Testkriterien. Die
hervorragende Signalverarbeitung zusammen
mit den umfangreichen Einstellmöglichkeiten
im Video-Menu erlauben eine "maßgeschneiderte"
Bildausgabe auf nahezu jedem Gerät.
Die Qualität brilliert mit hervorragendem
Kontrast, einer natürlichen, zugleich kräftigen
Farbwiedergabe und einer ausgesprochen
guten Bildschärfe auch in feinen Details.
Die Hauptvoraussetzungen für ein
erstklassiges Bildvergnügen sind damit
erfüllt. Die Progressive Darstellung
profitiert im Vergleich zu den anderen
Denon-Modellen noch einmal leicht von der
verwendeten Faroudja Technologie. Ohne große
Parameter-Optimierungen wird stets ein
gutes De-Interlacing sowohl von Film- als
auch Videomaterial geboten. Absolute
Perfektion ist aber auch hier noch nicht
gewährleistet.
Die insgesamt sehr gute Bilddarstellung im
analogen Bereich wird über die digitale
Signalübertragung per DVI noch einmal
gesteigert. Hier wird noch mehr Detailschärfe,
besonders in farbigen Details, geboten.
Der auch über DVI funktionierende
Video-Equalizer macht den DVD-A11 als
Stand-Alone Player bisher einzigartig.
Er stellt klar das DVI Referenz-Gerät
für die digitale Zuspielung von
Projektoren dar.
Ton
Ein Haupt-Verkaufsargument von DVD-Playern
in der Preisklasse eines DVD-A11 ist die
hochwertige Audiowiedergabe, besonders von
den High-End Standards SACD und DVD-Audio.
Hier verspricht Denon durch die Auswahl
hochwertiger Elektronik-Bauteile und den
strikt diskreten Aufbau mit getrennten
Audio und Videokomponenten höchstmögliche
Qualität. Wir haben dieses
"Versprechen" überprüft:
Um eventuelle Interferenzen zu vermeiden,
kann bei der Audiowiedergabe die gesamte
Videoelektronik per "Pure Direct"
Modus abgeschaltet werden.
Wie bei der Bildeinstellung bietet auch
das Audio-Menu zahlreiche
Einstelloptionen, von Frequenzgängen, über
Lautsprecher-Justage bis hin zur Übernahmefrequenz
des Subwoofers. Damit ist auch im
akustischen Bereich eine optimale
Anpassung an das heimische Equipment gewährleistet.
Wer die digitalen Tondaten lieber extern
im entsprechenden Verstärker
"verarbeiten" lässt, der kann
als Schnittstelle neben den Standard-Ausgängen
koaxial Cinch und optisch Tos-Link, auch
auf eine IEEE-1394 (i-Link) oder auf die
Denon-spezielle D-Link Schnittstelle zurückgreifen.
Erstere ist für DVD-Audio und SACD
geeignet, letztere im Auslieferungszustand
des Players nur für DVD-Audio. Es besteht
jedoch Hoffnung, dass auch SACD in Zukunft
per Software Update unterstützt wird.
Hierfür müssen allerdings die SACD
Rechteinhaber noch "grünes"
Licht geben. Technisch ist der DVD-A11
dazu jedenfalls ohne weiteres in der Lage.
Ob man auf eine digitale Ausgabe aber überhaupt
zurückgreifen muss, sei dahingestellt,
denn auch die interne D/A Wandlung bietet
dem Hörer eine faszinierende Qualität:
Generell zeichnet sich der Player durch
eine lockere, offene, und jederzeit gut
durchgezeichnete Spielweise aus,
erfreulicherweise bei durchweg allen
Wiedergabeformaten. Vom ersten Ton an kann
der DVD-A11 seinen Preis auch in Klang
umsetzen. "Jeder Euro ist hörbar".
CD-Audio
Bereits mit gutem CD Material weiß der
Denon Spieler zu überzeugen und "überholt"
günstige Geräte auf allen Ebenen, so
dass sich manch anderer Multiformat Player
fragen muss, warum er selbst mit
Hochbitformaten nicht die Klasse eines
DVD-A11 im "herkömmlichen" CD
Modus erreicht (abgesehen von der Möglichkeit
der Mehrkanal Wiedergabe).
Nehmen wir gute symphonische
Klassikaufnahmen zur Hand, hören wir
einen großen Aufnahmeraum, einzelne
Instrumentengruppen können mühelos ihrem
angestammten Platz zugeordnet werden.
Setzen dann einzelne Instrumente zum Solo
an, sind diese klar zu orten, instinktiv
hebt sich der Blick in Richtung
"virtuellem Standort". Im
Zusammenspiel aller Instrumente erschließt
sich dann die wahre Größe eines
vollbesetzten klassischen Orchesters.
Kammermusik bringt dem Zuhörer die
Einzelinstrumente naturgemäß näher.
Hier vermittelt der Denon DVD-A11 die Natürlichkeit
einzelner Instrumente, erweckt deren
Klangköper zum Leben, vermittelt Schmelz
und lässt die Musik anmutig perlen. Das
Spektrum wartet mit ungemein viel
Klangfarbe auf.
Kleine Jazzbesetzungen wirken fast so, als
würden sie "Live" im Wohnzimmer
gespielt. Die Stimmen klingen wohl
temperiert, Bässe haben Substanz und
Tiefe, Schlagzeug Attacke und Drive, Bläser
den nötigen "Schmiss".
Holly Cole intoniert ihr "Jersey
Girl" sehr Intim, jede Facette kommt
zu Gehör und zeigt ihre große
Ausdruckskraft. Der Bass schnarrt, spielt
rabenschwarz und abgrundtief. Das
Schlagzeug macht was es soll, die Snare hämmert
und die Bassdrum drückt. Alle Instrumente
reihen sich schön hinter der Sängerin
ein und liefern somit einen famosen
Eindruck des Aufnahmenraumes.
Auch bei Pop und Rock weiß der Denon A11
zu überzeugen, spielt hier knackig und
frisch. Egal ob Sara K. oder Norah Jones,
Creed oder Korn, alle schauen auf einen
kurzen Besuch im Wohnzimmer vorbei und fühlen
sich wohl, geben durch den DVD A11 einfach
Ihr Bestes...
Der Denon DVD-A11 schließt letztendlich
die bislang vorhandene Lücke von DVD
Playern zu reinen CD Playern in
beeindruckender Weise.
SACD & DVD Audio
Naturgemäß ziehen hochauflösende
Formate den Hörer mit nochmals
gesteigerter Tonaler und Räumlicher Auflösung
in den Bann. Der Denon schaltet quasi noch
einmal "ein bis zwei Gänge" höher.
Hier liefert er den letzten und endgültigen
Beweis, dass er jeden Cent in Leistung
umsetzt.
Mit entsprechendem Material von SACD und
DVD-Audio malt der A11 Klangfarben noch
expressionistischer, öffnet den Raum noch
weiter, gibt Instrumenten sowie
Interpreten mehr Raum zum Atmen, ohne
deren Konturen zu verwischen.
Jedes Instrument und jede Stimme weiß der
Denon A11 scharf abzugrenzen und erschafft
somit ein sehr authentisches Abbild eines
jeden Aufnahmeraums. Kompliment!
Dem Zuhörer vermittelt er nun zudem die
wahre Seele von Instrumenten, setzt diese
aus Saiten und Holzkorpus zusammen, lässt
Trommelfelle schwirren und Glocken
klingen, leuchtet Stimmen bis in den
letzten Winkel aus.
Nehmen wir z.B. die SACD von Alison Krauss
"Forget About it", so lässt der
Denon nicht den kleinsten Zweifel übrig,
dass es sich hier überwiegend um
Stahlinstrumente handelt. Banjo und Dobro
sirren und schnarren, dass es die wahre
Freude ist, ergänzt durch die glasklare
Stimme von Alison Krauss erwärmt sie auch
die Herz des härtesten Cowboys, der nun
gewillt ist, ihr diesen Ausflug in Pop-
und Songwriter- Gefilden zu verzeihen.
Spätestens bei "Never got off the
Ground", einem Stück, welches doch
noch einen kurzen Abstecher in Country
bzw. Blue Grass unternimmt, weiß auch der
letzte, dass Alison Kraus in ernste
Konkurrenz zu Sara K treten könnte. Sie
ist nämlich "the Queen of Audiophile
Country and Western".
Eine weitere herausragende, wenn nicht
sogar eine der derzeit bestaufgenommensten
SACD's überhaupt, stammt von Amerikas
neuer, großer Vocal-Jazz Lady Tierney
Sutton: "Something Cool".
"Hier spielt die Musik", im
wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar auf
dem Schoß des Zuhörers. Zwar ist die
Musik von Tierney und ihrer Band nicht
geradezu eingehend und leicht verdaulich,
aber durchaus wert, einmal gehört zu
werden.
Vergleicht man das Titelstück "Someting
Cool" mit der Interpretation von
Holly Cole auf deren neustem Album, so
erleichtert der Denon A11 einem ungemein
die Arbeit, die Unterschiede der beiden
"Ladies" herauszuhören.
Tierny überzeugt durch Kontrolle und
perfekte Stimmtechnik, singt sich über
mehrere Oktaven, ohne dass der Denon A11
Ihr erlauben würde, in unteren Oktaven
"auszufransen" also die Kontur
zu verlieren.
Holly Cole weiß dagegen wiederum mit Sex
in der Stimme zu überzeugen, kann
vielleicht nicht ganz die Perfektion von
Tierny erreichen, dafür aber mit den
Emotionen des Zuhörers spielen. Und hier
hilft ihr wiederum der Denon DVD-A11 mit
seinen wunderschönen Klangfarben....
Erstaunlich auch was der Denon aus alten
Aufnahmen, nun neu aufgelegt im DVD-Audio
Format, heraus holt: Queen, The Eagles und
Graham Nash funkeln nun im neuen Glanz,
und das sogar mehrkanalig.
Generell gilt das Gesagte auch für die
Mehrkanalwiedergabe.
Hier halten wir dem DVD-A11 zudem zu Gute,
dass er bei DVD-Audio und SACD ein
vollkommen funktionierendes Bassmanagement
und "ein virtuelles Boxenrücken"
(Delayzeit) ermöglicht. Bei SACD ist dies
nicht selbstverständlich!
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass der
Denon auch bei deaktiviertem Center
weiterhin die Mehrkanalwiedergabe ermöglicht
und nicht ins 2-Kanalformat wechselt!
Nachdem noch diverse DVD-Audio Stücke
vom Denon A11 mit viel Druck und Struktur
im Bass, toller Auflösung und plastischen
Höhen intoniert wurden, waren wir uns
einig, der Denon A11 ist der neue Stern am
Kombi Player Himmel von Cine4Home.de .
Fazit
Kaum ein anderer DVD-Player wurde dieses
Jahr mit so viel Spannung erwartet, wie
der Denon DVD-A11. Viele neue Features wie
digitale Bildausgabe, neue De-Interlacing
Elektronik und hochwertige Verarbeitung
haben die Erwartungs-Messlatte
hochgeschraubt.
Kaum ein anderer DVD-Player hat uns auch
bisher beim Test so viel Spaß gemacht,
wie der Denon DVD-A11. Vom ersten
Auspacken an bis hin zu Tests von
kleinsten "Details" merkt man
dem Gerät an, dass die Entwickler nur
wenig Kompromisse in Sachen Qualität und
Features eingehen wollten.
Schon der DVD-2900 zeigte, dass ein
Allround-Player bei der Wiedergabequalität
der einzelnen Standards nicht unbedingt
zurückstecken muss. Doch der DVD-A11 ist
sogar noch "universeller": Hier
sind die allerneusten Standards, allen
voran DVI, integriert. Das Gerät bietet
insgesamt derart viele Features, dass
sogar ein so umfangreicher Test wie der
unsere nicht alle Aspekte berücksichtigen
konnte. Und wieder gilt: "Masse UND
Klasse": In allen unterstützten
Standards kann sich das neue Denon
Top-Modell an die Spitze der
Wiedergabequalität setzen.
Die Bildqualität ist auf analoger Seite
hervorragend (siehe Bildtest), die
Tonwiedergabe muss sich auch vor
spezialisierten Audio-Playern nicht
verstecken und die digitale DVI Ausgabe
ist mit ihren Einstell- und Anpassungsmöglichkeiten
derzeit konkurrenzlos. Der DVD-A11 ist ein
Multitalent von außergewöhnlicher Qualität.
Nur bei kleinen Details konnten wir in
unserem Test hier und da "das Haar in
der Suppe" finden.
Dies alles hat allerdings seinen Preis. Für
den UVP von € 2500.- kann man sich auch
einen Luxusurlaub für zwei Personen oder
so manchen Gebrauchtwagen leisten, doch
bei dem Kauf eines DVD-A11 ist das Geld in
unseren Augen ebenfalls sehr gut angelegt.
Er ist jeden Euro wert und garantiert unzählige
Stunden an "Audio-Visuellem"
Vergnügen in den heimischen vier Wänden.
Ausstattung,
Features & Co.
Bedienung
Bild
Ton
Sonst. Formate
Preis / Leistung